Die “Inseln des Lichts”, Schlosspark und Softwarepark Hagenberg i.Mühlkreis, 14.08.2010 bis 31.03.2011
Der “Schöpfer” zwischen der “Göttlichen und der mediterranen Landschaft”
”Light Eruption”
“Gitter-Stele”
”Opus One”
“Cella 1″
“BlueTower1″
Der “Vulkan”
Liebe Besucher! Nach der ersten schon sehr gut besuchten Vulkan-Action veranstaltet der Schlossverein Hagenberg eine Vulkan-Eruption an folgenden Terminen: Sa. 11.12.2010, Sa. 08.01.2011, Sa. 12.02.2011 und Sa. 12.03.2011, jew. 20 Uhr!
Das sollten Sie sich nicht entgehen lassen!
Nachruf:
Die Ausstellung “Die Cella in Zell” lief im März 2010 in Schloss Zell an der Pram

Christoph Luckeneder: „Die Cella in Zell“, analoges Modell und digitale Composition, 2010
Wenn ich eine Kirche betrete, betrete ich nicht ein Gotteshaus, sondern einen sakralen Raum. Ein sakraler Raum ist ein Raum, in dem der Geist seine Heimstätte hat, in dem die banalen, alltäglichen Dinge keinen Platz haben. Ein sakraler Raum hat für mich immer etwas Beruhigendes, Feierliches und Respekt Gebietendes. Mein Respekt gilt in erster Linie denen, die diesen Raum geschaffen haben. In der Antike hatten die Griechen mit ihren Tempeln Räume von perfekter Harmonie und Ruhe geschaffen. Die der Antike nachfolgende Architektur, ob in der Renaissance, ob in der Gotik, ob in neueren Architekturströmungen, baut auf diesen Grundprinzipien der Harmonie, auf Proportionen, Licht und Raum. Das Foyer im LBZ Zell an der Pram erinnert mich beim Eintreten jedes Mal an die räumliche Grundstruktur des griechischen Tempels. Dem Foyer fehlt nur die Cella, das eigentliche geistige Zentrum, in dem das Loslassen ermöglicht wird. Solcherart eine „Cella in Zell“ zu definieren, mit Licht und einer völligen Rücknahme und Hingabe des Raumes an seine Bestimmung, bar jeglicher Dekoration, solch einen Raum im Raum zu erleben, habe ich mir zur Aufgabe gemacht und in beeindruckender Form umgesetzt - sehen, beurteilen Sie selbst! Christoph Luckeneder, Nov. 2009
Nachruf:
“Der mit den Bildern baden geht”, bv-Galerie in Linz

Die Ausstellung in der Galerie der Berufsvereinigung der bildenden Künstler (bv-Galerie) im Ursulinenhof Linz standunter dem Titel „Der mit den Bildern baden geht“ – und so bildlich wie ironisch dieser Titel klingen mag, traf er doch sehr genau den Inhalt der Ausstellung, die sich ausführlich mit dem Verhältnis der Protagonisten der Schau auseinandersetzte. Hier sind die sieben Bilder, die dem Wind und dem Wetter trotzen, die ein Künstler nicht einfach an die Wand hängt, sondern sie in einem seichten, sehr kalten und stark verschlammten Teich der Natur und ihrer Zerstörung aussetzt. Die Zerstörung ist zwar keine spektakuläre, keine über die sich trefflich schreiben lässt wie über den Klimawandel, aber sie ist doch präsent. Sie ist vor allem für denjenigen präsent, der sich dem stellt, sich mit den Dingen, die uns die Natur diktiert, auseinandersetzt. Alles, was dem Wind, dem Wetter und der Sonne ungefiltert ausgesetzt wird, ist einem relativ frühen Verfall preis gegeben.
Die Aktion „Schwimmende Bilder“ begann nicht erst mit dem „Wassern“ der Bild-Objekte, sondern weit früher, z.B. beim Zurechtzimmern der Flosse, auf die die Bilder montiert wurden. Eine erste Probe von einem schwimmenden Bild musste angefertigt werden, danach richtete sich die tatsächliche Floßgröße, die von den Maßen der Bilder bestimmt wurden, schliesslich durften sie nicht beim ersten leichten Windhauch kentern. Um den Flößen mehr Auftrieb und Tragfähigkeit zu geben, wurden an der Unterseite mehrere Zentimeter dicke Styroporplatten angebracht. Die Bilder selbst hatten Bildträger aus Plexi, die mit in einer speziellen Maltechnik bemalt wurden. Die Farben mussten einen Kontakt mit dem Wasser unbeschadet überstehen und sie mussten vor allem transparent sein und bei günstigem Gegenlicht „leuchten“. Das lässt sich am besten mit Farben aus der Druckindustrie bewerkstelligen, die in lasierender Maltechnik äusserst dünn aufgetragen werden.
Als Bildträger haben sich bereits bei früheren Einsätzen plexiähnliche Kunstharzprodukte bewährt, die bei möglichen Kollisionen der Bilder nicht gleich zersplittern, so wie es Glasprodukte leider an sich haben. Apropos Kollision: die schwimmenden Bilder des Christoph Luckeneder haben auch eine kommunikative Seite: sie sind mit einer in etwa 10 Meter langen Schnur mit einem Stein befestigt, der als Anker im schlammigen Teichboden liegt. Ausflüge zu anderen Bildnachbarn sind durchaus erlaubt, wenn nicht sogar erwünscht. Sie sind also quasi „an der langen Leine“. Beim leisesten Windhauch sind die Bilder in Bewegung – Pictures in motion – könnte man sagen. Dass es dabei auch zu Kollisionen kommen kann, liegt in der Natur der Sache, ist aber auch mitbestimmend bei der Auswahl der Materialien. Gekentert war des öfteren das Schlauchboot, mit dem der Künstler ursprünglich die Flosse mit den Bilder in Schlepptau genommen wurden. Er ist also nicht nur im Titel, also textlich, mit den Bildern baden gegangen, sondern tatsächlich. Und nicht nur einmal. Und das bei Wassertemperaturen um die fünf Grad. Die Fischerhose aus Neopren ging zwar bis unter die Achseln, beim Durchwaten im dicken Schlamm des Teiches war dies aber zuweilen entschieden zu wenig. Nicht selten war eine völlig durchnässte und mit Karpfengeruch behaftete Kleidung und eine nasenrümpfende Ehefrau das Ergebnis des Einsatzes.